DER SICHERHEITSDIENST

LUFTSICHERHEIT 9 DSD 2 | 2026 Anzeige nicht ersetzen. Insgesamt zeichnete Engelke das Bild einer Sicherheitsarchitektur im Übergang – komplexer, vernetzter und stärker gefordert als zuvor. Uniformität wirkt als „Ordnung im System“ und auf Störer abschreckend Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Akteure in der Luftsicherheit komme eine wichtige Rolle zu. Welche Bedeutung dabei die Dienstbekleidung hat, verdeutlichte Tatjana Tarara, Bereichsleiterin Strategisches Personalcontrolling FraSec FraPort Security Services. Am Flughafen, einem Ort permanenter Verdichtung, schafft Uniformität jene Klarheit, die Rollen trennt, Abläufe stabilisiert und den Auftrag schützt. Sie wirkt als„Ordnung im System“: Einheitliches Auftreten erzeugt Verlässlichkeit, erleichtert Führung und formt eine Identität, die individuelle Unterschiede integriert, ohne operative Prozesse zu belasten. Unter Zeitdruck dient die Uniform als gemeinsamer Nenner, der Aufmerksamkeit bündelt und Reibung reduziert. Nach außen signalisiert sie Professionalität, Präsenz und Autorität – notwendige Faktoren im Sicherheitsumfeld. Geschlossenes Auftreten wirkt auf potenzielle Störer abschreckend und vermittelt Passagieren Orientierung sowie Vertrauen. „Vielfalt und Professionalität sind kein Gegensatz“, betonte Tarara. Die Uniform schaffe den Rahmen, in dem unterschiedliche Persönlichkeiten wirksam zusammenarbeiten können, ohne den Kernauftrag zu verwässern. So wird Dienstkleidung zum Führungsinstrument und Stabilitätsanker. KRITIS-Dachgesetz: ein neues Fundament Mit Christina Polzin stellte die Leiterin des Referats KM4 Schutz kritischer Infrastrukturen im BMI das neue KRITIS‑Dachgesetz vor – den ersten bundesweiten Rahmen für den physischen Schutz Kritischer Infrastrukturen. Das Gesetz markiert einen Paradigmenwechsel: weg von Insellösungen, hin zu einem einheitlichen, allgefahrenorientierten Ansatz. Risikoanalysen, Mindeststandards, Vorfallsmeldungen und die Anerkennung bestehender Branchenstandards sollen die Kritische Infrastruktur zu krisenfester Infrastruktur weiterentwickeln. Besonders relevant: Die meisten KRITIS‑Einrichtungen sind privat betrieben. Das Gesetz setzt daher auf Kooperation, nicht Konfrontation. Für Betreiber entstehen neue Pflichten – Registrierung, Resilienzpläne, Maßnahmen zur Störfallbewältigung. Schulungen, Objektschutz und gesicherte Kommunikation gehören ebenso dazu wie die Weiterentwicklung gemeinsamer Standards mit Wirtschaft und Verbänden. Ein zentrales Element ist das neue Störfallmeldesystem beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), das ein bundesweites Lagebild schaffen soll. Das Gesetz sei der Thilo Schmid, Flughafen Köln/Bonn GmbH Hans-Georg Engelke, Bundesministerium des Innern Tatjana Tarara, FraSec Fraport Security Services

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