DER SICHERHEITSDIENST

67 DSD 2 | 2026 BERICHT AUS BERLIN len Verteidigung kurz- und mittelfristig erweitert, aber es zeigt sich auch, dass Deutschland nicht wie erhofft auf einen Wachstumskurs geraten ist. Investitionsstau der Wirtschaft durch Unsicherheit sowie strukturelle Belastungen durch Fachkräftemangel und hohe Arbeitskosten minimieren das Wachstumspotenzial. Wegen des Irankrieges rechnet der Internationale Währungsfonds für das laufende Jahr mit einem globalen Konjunkturdämpfer. Besonders betroffen sei Europa und hier vor allem Länder wie Deutschland, heißt es im IWF-Ausblick. Grund hierfür ist, dass die deutsche Wirtschaft sehr energieintensiv ist und viele Rohstoffe daher importiert werden müssen. Steigende Öl- und Gaspreise schlagen insofern direkt auf Kosten, Preise und Wettbewerbsfähigkeit durch. Wirtschaftskrieg – erfordert Stärkung der Nachrichtendienste Zunehmend in Zeiten der Polykrise ist der Aspekt von Wirtschaftskriegen. Dieses Phänomen charakterisiert traditionell Konflikte, bei denen Staaten primär wirtschaftliche und rechtliche Mittel wie Sanktionen, Zölle und Handelsblockaden einsetzen, um andere Staaten zu schwächen, ohne zu militärischen Mitteln greifen zu müssen. Zu den Maßnahmen gehören insbesondere Zölle, Sanktionen und Blockaden. Musterbeispiele für klassische Wirtschaftskriege sind die jahrzehntelangen Sanktionen der USA gegenüber Kuba und dem Iran. Ebenso zählen hierzu die Strafzölle der USA gegenüber Waren aus China und umgekehrt. In den letzten Jahren nimmt aber stetig auch die Bedrohung im Rahmen eines Wirtschaftskrieges durch Nachrichtendienste zu. Nachrichtendienste sammeln Informationen über Unternehmen (Forschung, Produktion, Strategie) und Staaten, um die eigene Volkswirtschaft zu stärken. Da Deutschland bzw. die EU momentan nicht beabsichtigen bzw. noch nicht in der Lage sind, weltweit auch durch militärische Drohungen Einfluss zur Stärkung ihrer Volkswirtschaften zu nehmen, ist es ein Gebot der Stunde, die Bild: # 1360078240 / istockphoto.com

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