68 DSD 2 | 2026 BERICHT AUS BERLIN technische und personelle Ausstattung des deutschen Auslandsnachrichtendienstes zu stärken. Ebenso müssen hierzu die rechtlichen Befugnisse so gestaltet werden, dass der Nachrichtendienst operativ handlungsfähiger wird. Deutschland kann sich – wie auch im militärischen Bereich – nicht weiter auf befreundete Staaten und deren Dienste verlassen. Gleiches gilt für die Stärkung des Bundesamtes für Verfassungsschutz im Bereich der Spionageabwehr gegen fremde Mächte. Wirtschaftsstandort Deutschland im globalen Wettbewerb schützen – die erste nationale Wirtschaftsschutzstrategie für Deutschland In einer Zeit tiefgreifender geopolitischer Veränderungen, wachsender internationaler Spannungen sowie zunehmender wirtschaftlicher Unsicherheiten gewinnt der Schutz des Wirtschaftsstandortes Deutschland weiter an Bedeutung. Neue Bedrohungslagen – von Spionage und Cyberkriminalität über Sabotage bis hin zu Drohnenangriffen – stellen Unternehmen und Institutionen vor immer komplexere Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund hat die Bundesregierung mit der Verabschiedung ihrer Wirtschaftsschutzstrategie einen wichtigen Schritt unternommen. Am 19. März 2026 wurde diese in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt.1 Die Wirtschaftsschutzstrategie hat zum Ziel, die Stabilität und Widerstandsfähigkeit von Produktions- und Lieferwegen sowie Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsaktivitäten deutscher Unternehmen gegen sicherheitsbezogene Risiken und Bedrohungen zu stärken. So sollen die Sicherheitsbehörden ihre Informationsangebote weiter ausbauen, neue Leitlinien können Unternehmen helfen, ihre IT, Lieferketten und Forschung besser abzusichern, Staat und Wirtschaft sollen systematisch Informationen über Bedrohungen teilen und ein nationales Lagebild soll dabei helfen, Risiken rechtzeitig zu erkennen und so als Frühwarnsystem zu dienen. Bundesregierung erkennt erstmals die Rolle der Sicherheitswirtschaft als Eckpfeiler des Wirtschaftsschutzes in Deutschland an In der Nationalen Wirtschaftsschutzstrategie erkennt die Bundesregierung erstmalig den bedeutenden Beitrag der Sicherheitswirtschaft zum Wirtschaftsschutz ausdrücklich an sowie die Arbeit der Initiative Wirtschaftsschutz, deren Mitinitiator der BDSW ist. Die Mitgliedsunternehmen des BDSW leisten bereits heute täglich einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit des Wirtschaftsstandortes Deutschland. Mit ihren hochwertigen, integrierten Sicherheitsdienstleistungen unterstützen sie insbesondere Industrieunternehmen, Betreiber Kritischer Infrastrukturen (KRITIS) sowie kleine und mittelständische Unternehmen, die über keine eigenen Sicherheitsstrukturen verfügen. Damit bildet die Sicherheitswirtschaft eine zentrale Schnittstelle zwischen dem Mittelstand – einschließlich zahlreicher„Hidden Champions“ – und den staatlichen Sicherheitsbehörden. Die Sicherheitswirtschaft will und wird gemeinsam in Kooperation mit dem Staat ihren Beitrag zur Resilienzsteigerung Deutschlands bei der Umsetzung der Wirtschaftsschutzstrategie in Zeiten einer Polykrise leisten. 1 https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/kurzmeldungen/DE/2026/03/nws-2026.html Bild: # 1370497066 / istockphoto.com
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