DER SICHERHEITSDIENST

35 DSD 3 | 2026 aufsuchen. Zugleich wird sichtbar, ob die persönliche Ausrüstung vollständig zurückgegeben wurde. Waffe und Munition können getrennt verwahrt werden. Auch Magazine oder andere Gegenstände lassen sich in einem zusätzlich gesicherten Bereich des Faches aufbewahren. Welche Person auf welche Ausrüstung zugreifen darf, wird über Rollen und Berechtigungen festgelegt. Diese können nach Organisationseinheit, Tätigkeit, Schicht oder Zeitraum vergeben werden. Ändert sich eine Aufgabe oder endet eine Berechtigung, muss kein physischer Schlüssel zurückgefordert und kein Schloss ausgetauscht werden. Die Rechte werden zentral angepasst. Besonders sensible Vorgänge können zusätzlich nach dem Vieraugenprinzip organisiert werden. Dann ist die Entnahme von Waffe und Munition erst möglich, wenn sich neben der entnahmeberechtigten Person auch eine autorisierte Aufsichtsperson identifiziert hat. Weitere Sicherheitsstufen lassen sich abhängig vom Schutzbedarf ergänzen. Dazu gehören biometrische Identifikationsverfahren, Zeit- und Alarmpläne sowie die Verbindung mit vorhandenen Zutrittskontrollsystemen. Vor dem Verlassen eines gesicherten Bereichs kann beispielsweise geprüft werden, ob die zugeordnete Waffe oder ein Schlüssel ordnungsgemäß zurückgegeben wurde. Die konkrete Ausgestaltung richtet sich nach den organisatorischen, baulichen und regulatorischen Rahmenbedingungen des Anwenders. Für die Verantwortlichen entsteht vor allem Transparenz. Sie sehen nicht erst bei einer manuellen Inventur, welche Gegenstände verfügbar sind. Der aktuelle Depotstatus ist im System abrufbar. Aktuelle Auswertungen unterstützen Kontrollen und interne Nachweise. Die zentrale Software KeMas NET verwaltet Personen, Rollen, Berechtigungen, Objekte und Anlagen. Über Schnittstellen können vorhandene Personal-, Zutritts- oder Managementsysteme eingebunden werden, damit Stammdaten nicht mehrfach gepflegt werden müssen. Gerade in militärischen Einrichtungen oder Justizvollzugsanstalten kann die Software auf der organisationsinternen Infrastruktur betrieben und in bestehende Sicherheitskonzepte integriert werden. Die Technik muss sich dem Ablauf anpassen, nicht umgekehrt. Kleine Einheiten benötigen andere Anlagengrößen und Prozesse als große Standorte mit vielen Einsatzkräften. Terminals sind in unterschiedlichen Größen und Ausstattungsvarianten verfügbar und können bei wachsendem Bedarf erweitert werden. Persönliche Ausrüstung, Kurz- und Langwaffen, Munition, Fahrzeug- oder Gebäudeschlüssel sowie Kommunikationsmittel können in einem gemeinsamen System verwaltet werden. Das Grundprinzip bleibt gleich: Nur Berechtigte erhalten Zugriff, jede Übergabe wird dokumentiert und der tatsächliche Bestand bleibt transparent. Erfahrungen aus realisierten Projekten bei Sicherheitsbehörden zeigen, dass sich dadurch nicht nur die Nachvollziehbarkeit verbessert. Auch die Akzeptanz bei den Anwendern steigt, wenn Schlüssel, zusätzliche Codes und manuelle Register entfallen. Ein sicherer Prozess wird besonders dann angenommen, wenn er einfach verständlich ist und die Einsatzbereitschaft unterstützt. Die KEBA Handover Automation Germany GmbH, vielen langjährigen Partnern noch unter dem früheren Namen KEMAS GmbH bekannt, entwickelt seit mehr als drei Jahrzehnten intelligente Lösungen für sichere Übergabeprozesse. Im Mittelpunkt steht nicht nur die geschützte Aufbewahrung, sondern der gesamte Weg eines (sensiblen) Gegenstands: von der Berechtigung über Entnahme und Nutzung bis zur kontrollierten Rückgabe. Wie die elektronische Waffenverwaltung in der Praxis funktioniert, zeigt KEBA auf der Security Essen vom 22. bis 25. September 2026. Besucher finden KEBA in Halle 6, Stand 6E36. Weitere Informationen zur Waffen- und Objektverwaltung sind über den QR-Code zur Produktübersicht abrufbar. Waffenfach mit separater Aufbewahrung von Waffe und Munition Security-Fachanlage im Umfeld JVA SICHERHEITSTECHNIK

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