34 DSD 3 | 2026 Sichere Waffenverwaltung: wenn jede Übergabe nachvollziehbar sein muss Wie lässt sich eine Waffenübergabe organisieren, bei der Einsatzbereitschaft, Zugriffsschutz und Nachvollziehbarkeit gleichzeitig gewährleistet sind? www.keba.com Ansprechpartner: Tony Lukaschewitz Key Account Manager Security Mail: security-kemas@keba.com Wo Waffen, Munition und persönliche Einsatzausrüstung ausgegeben werden, treffen zwei Anforderungen aufeinander: Berechtigte Personen müssen im Einsatzfall schnell und zuverlässig auf ihre Ausrüstung zugreifen können. Gleichzeitig muss jederzeit nachvollziehbar bleiben, wer wann welche Gegenstände entnommen und zurückgegeben hat. Für militärische Einrichtungen, Polizeibehörden, Justizvollzugsanstalten sowie private Sicherheits- und Wachdienste ist die Übergabe deshalb weit mehr als ein organisatorischer Nebenschritt. Sie ist Teil des Sicherheitskonzepts. In vielen Organisationen erfolgt die Waffenverwaltung noch immer mit physischen Schlüsseln, Zahlencodes und handschriftlichen Listen. Die Ausgabe wird in einem Register dokumentiert, bei der Rückgabe werden Nummern, Uhrzeiten oder Munitionsbestände erneut eingetragen. Unter Zeitdruck wird ein Eintrag vergessen, eine Angabe ist unleserlich oder ein Schlüssel befindet sich nicht dort, wo er benötigt wird. Hinzu kommt der Aufwand für die verantwortlichen Mitarbeitenden, die Bestände kontrollieren, Berechtigungen pflegen und Unterlagen archivieren müssen. Elektronische Übergabesysteme setzen genau an diesen Punkten an. Die berechtigte Person identifiziert sich beispielsweise mit Dienstausweis, Chipkarte, PIN oder einem biometrischen Merkmal. Anschließend öffnet sich ausschließlich das für sie freigegebene Fach. Entnahme und Rückgabe werden automatisch mit Person, Zeitpunkt und Objekt verknüpft. Auf diese Weise entsteht ein eindeutiger Nachweis, ohne dass jeder Vorgang auf Papier erfasst werden muss. Dadurch wird die Erfüllung organisatorischer und regulatorischer Anforderungen unterstützt. Entscheidend ist jedoch nicht allein, dass eine Tür geöffnet oder geschlossen wurde. Bei einer Waffe oder Munition muss auch festgestellt werden können, ob sich das vorgesehene Objekt tatsächlich im Depot befindet. Dazu werden Waffen und weitere Ausrüstungsgegenstände eindeutig gekennzeichnet und einem Depot zugeordnet. Bei der Rückgabe überprüft das System, ob das hinterlegte Objekt tatsächlich vorhanden ist. Verantwortliche erhalten eine aktuelle Übersicht über Bestände, Entnahmen und Rückgaben. Auch unberechtigte Zugriffsversuche, überfällige Rückgaben oder Abweichungen können erkannt und entsprechend den festgelegten Prozessen gemeldet werden. Eine neue Möglichkeit bietet die Multi-RFIDBox. In diesem Fach können gekennzeichnete Gegenstände einzeln erkannt und permanent auf Anwesenheit geprüft werden. So lassen sich zum Beispiel Dienstwaffe, Funkgerät, Personennotrufgerät und weitere persönliche Ausrüstung gemeinsam bereitstellen, obwohl jedes Objekt separat überwacht wird. Eine angepasste Einlage unterstützt die eindeutige Positionierung und erleichtert Entnahme und Rückgabe. Kommunikations- oder Notrufgeräte können je nach Ausführung während der Aufbewahrung geladen werden. Gerade bei wechselnden Diensten und unterschiedlichen Einsatzprofilen ist diese Zusammenführung von Vorteil. Die Einsatzkraft erhält die benötigte Ausstattung an einem zentralen Punkt und muss nicht mehrere Ausgabestellen Multi-RFID-Box mit Ausrüstung SICHERHEITSTECHNIK
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