DER SICHERHEITSDIENST

60 DSD 2 | 2026 SICHERHEITSTECHNIK Shadow AI in der Sicherheitsbranche: das unterschätzte Risiko Von Pavel Druzhkov Künstliche Intelligenz (KI) ist still und beinahe unbemerkt Teil des beruflichen Alltags geworden. Auch in der Sicherheitsbranche wird sie längst nicht mehr nur als Zukunftstechnologie diskutiert, sondern bereits genutzt: vor allem dann, wenn schnell eine Information gebraucht wird oder eine Regel unklar ist. Damit verschiebt sich die zentrale Frage. Es geht nicht mehr darum, ob KI im Sicherheitsalltag eine Rolle spielt, sondern wie sie eingesetzt wird. Denn gerade in sicherheitskritischen Situationen reicht eine schnelle Antwort allein nicht aus. Sie muss verlässlich, fachlich abgesichert und für den konkreten Einsatzkontext tatsächlich brauchbar sein. Warum allgemeine KI im Sicherheitsumfeld an Grenzen stößt Allgemeine KI-Tools mögen schnell reagieren, kennen aber weder lokale SOPs noch standortspezifische Besonderheiten. Antworten können plausibel wirken und dennoch unvollständig oder falsch sein. Hinzu kommt das Risiko, dass sensible Informationen in Systeme eingegeben werden. Gerade deshalb wächst das Interesse an KILösungen, die für die Realität von Sicherheitsunternehmen entwickelt werden. In einer Branche, die seit Jahren zugleich mit Fachkräftemangel, hohem Schulungsaufwand, Standardisierungsdruck und steigenden Qualitätsanforderungen umgehen muss, wird verläss- licher Wissenszugang zu einer wichtigen operativen Frage. Was spezialisierte KI in der Sicherheitsbranche leisten muss Eine auf die Anforderungen der Branche zugeschnittene KI-Unterstützung braucht eine kontrollierte Wissensbasis, eine nachvollziehbare Antwortlogik und die Fähigkeit, Informationen so bereitzustellen, dass sie zur konkreten Aufgabe, zum Standort und zur jeweiligen Rolle passen. Die Erfahrungen von SkillCampVR zeigen, dass spezialisierte Assistenten nur dann echten Mehrwert schaffen, wenn sie geprüfte Fachinformationen mit situationsbezogenen Handlungsempfehlungen verbinden – in Echtzeit und auf Basis freigegebener Inhalte. Gleichzeitig müssen solche Systeme mehrsprachig, DSGVO-konform und auf den Geräten nutzbar sein, die im Betrieb tatsächlich eingesetzt werden. KI als Unterstützung im Training Ein wesentlicher Nutzen zeigt sich bereits im Training. In der Sicherheitsbranche ist der Schulungsaufwand hoch, Einarbeitung erfolgt oft unter knappen personellen Ressourcen und dennoch bleiben nach Unterweisungen häufig Fragen offen. Sie entstehen meist erst später – bei der Prüfungsvorbereitung oder dann, wenn eine Regel noch einmal präzise nachgeschlagen werden muss. Genau hier setzt der KI-Trainingsassistent an. Er begleitet Auszubildende, Trainer und Mitarbeitende während Schulungen und E-Learnings und liefert verlässliche Inhalte auf Grundlage geltender Vorschriften und branchenspezifischer Normen. Wissen wird nicht nur einmal vermittelt, sondern im Alltag verfügbar gehalten. Ausbilder werden dort entlastet, wo sich Fragen wiederholen, während Mitarbeitende sich schneller orientieren können. Der Trainingsassistent ersetzt keine Ausbildung, sorgt aber dafür, dass Standards nicht nur dokumentiert, sondern im Arbeitsalltag tatsächlich abrufbar bleiben. Wie KI Mitarbeitende im operativen Einsatz entlastet Noch unmittelbarer zeigt sich der Nutzen im operativen Einsatz. Sicherheitsmitarbeitende brauchen in kritischen Situationen keine langen Dokumente, sondern eine klare, freigegebene und sofort anwendbare Orientierung. Genau darauf ist der operative KI-Assistent ausgelegt. Er liefert rollen-, objekt- und aufgabenspezifische Hinweise direkt am Einsatzort. Für Unternehmen liegt der Wert darin, dass operative Qualität damit näher an die tatsächliist Geschäftsführer von SkillCampVR www.skillcampvr.com Pavel Druzhkov

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