DER SICHERHEITSDIENST

54 DSD 2 | 2026 JAHRESMITGLIEDERVERSAMMLUNG Sicherheit im Wandel: Verantwortung übernehmen, Resilienz stärken, Zukunft gestalten Von Silke Zöller Silke Zöller Mit klaren Forderungen an Politik und Gesellschaft sowie einem deutlichen Bekenntnis zur Verantwortung der privaten Sicherheitswirtschaft hat der BDSW Bundesverband der Sicherheitswirtschaft seine 59. Jahresmitgliederversammlung in Berlin ausgerichtet. Unter dem Leitmotiv „Sicherheit im Wandel – Verantwortung, Resilienz, Zukunft“ diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Behörden und Sicherheitsunternehmen über die aktuellen Herausforderungen für die Innere Sicherheit, den Schutz Kritischer Infrastrukturen und die Zukunftsfähigkeit der Branche. Die Veranstaltung im Hotel NH Collection Berlin Mitte machte deutlich: Die Sicherheitswirtschaft versteht sich längst nicht mehr nur als Dienstleister, sondern als unverzichtbarer Bestandteil der Sicherheitsarchitektur Deutschlands und Europas. Angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen, hybrider Bedrohungen, Cyberangriffe und wachsender Anforderungen an den Schutz Kritischer Infrastrukturen fordert der Verband eine stärkere strategische Einbindung der Branche in sicherheitspolitische Entscheidungen. Bereits im Vorfeld hatte der BDSW betont, dass die private Sicherheitswirtschaft von der Politik noch immer systematisch unterschätzt werde. Während staatliche Sicherheitsbehörden zu Recht gestärkt würden, fehle häufig die angemessene Berücksichtigung der privaten Sicherheitsunternehmen, die täglich einen erheblichen Beitrag zur Stabilität und Resilienz Deutschlands leisten. BDSW-Präsident Werner Landstorfer machte deutlich, dass Sicherheit heute arbeitsteilig organisiert sei und nur im Zusammenspiel aller relevanten Akteure funktionieren könne. Sicherheitspolitik braucht partnerschaftliche Ansätze Im öffentlichen Teil der Jahresmitgliederversammlung standen deshalb vor allem die Fragen im Mittelpunkt, wie Deutschland und Europa ihre Widerstandsfähigkeit stärken und welche Rolle die Sicherheitswirtschaft dabei künftig übernehmen kann. Bereits die Eröffnung durch BDSW-Präsident Werner Landstorfer machte deutlich, dass die Branche bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und ihre Expertise stärker einzubringen. Das anschließende Grußwort hielt Florian Graf, Staatssekretär und Chef der Senatskanzlei des Landes Berlin. Er unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen staatlichen Stellen und privaten Sicherheitsunternehmen – insbesondere in einer Zeit, in der Sicherheitsfragen immer komplexer und vielschichtiger werden. Die Hauptstadt sei dabei in besonderer Weise auf funktionierende Sicherheitsstrukturen angewiesen. Ein weiteres politisches Signal setzte das Grußwort des Bundestagsabgeordneten Stefan Mayer. Mayer hob die zentrale Bedeutung der privaten Sicherheitswirtschaft für die Innere Sicherheit und den Schutz Kritischer Infrastrukturen hervor. Angesichts wachsender Bedrohungen und komplexer Sicherheitslagen sei die Arbeit privater Sicherheitsunternehmen heute unverzichtbar. Zugleich stellte er heraus, dass Sicherheit nur im engen Schulterschluss aller Akteure gewährleistet werden könne – von staatlichen Sicherheitsbehörden über Wirtschaft und Betreiber Kritischer Infrastrukturen bis hin zur privaten Sicherheitswirtschaft. Mayer gilt seit vielen Jahren als wichtiger politischer Unterstützer und verlässlicher Befürworter der Forderungen des BDSW nach einer stärkeren institutionellen Einbindung der Branche in die Sicherheitsarchitektur Deutschlands. Einen Schwerpunkt bildete der Vortrag von Dr. Timo Hauschild, Abteilungsleiter Cybersicherheit in der Wirtschaft beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Unter dem Titel„Der BSI-Blick auf resiliente NIS2-Lieferketten“ erläuterte er die wachsenden Anforderungen an Unternehmen im Bereich der Cybersicherheit. Die europäische NIS2-Richtlinie werde künftig deutlich strengere Vorgaben für Unternehmen und Betreiber Kritischer InfraLeiterin Verbandskommunikation des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaf (BDSW)

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