DER SICHERHEITSDIENST

27 DSD 3 | 2026 KI im Sicherheitsdienst: Über den Erfolg entscheiden die Grundlagen Von Niels Reinhard Das Tempo, mit dem sich künstliche Intelligenz in unserem Arbeitsalltag verankert, ist beeindruckend. Modelle wie ChatGPT, Claude oder Mistral entwickeln sich so schnell weiter, dass es schwerfällt, überhaupt Schritt zu halten. Die Möglichkeiten sind so verlockend wie vielfältig und folgen einem klaren Zielbild: repetitive Prozesse massiv beschleunigen und gleichzeitig Kosten senken. Auch für den modernen Sicherheitsdienst stellt sich die Frage, wie künstliche Intelligenz das Unternehmen wettbewerbsfähiger machen kann. Was bedeutet KI für administrative Prozesse wie Dienstplanung, Lohnberechnung und die Kommunikation mit Mitarbeitern und Subunternehmern? Meine These nach gut zehn Jahren in KI-­ Projekten ist einfach: Den Ausschlag gibt am Ende, wie konsequent ein Unternehmen drei Grundlagen beherrscht, nämlich die Priorisierung der Anwendungsfälle, das Mitdenken der Prozesse und die Qualität der Datenbasis. Bereits vor zehn Jahren habe ich mich mit der Umsetzung von KI-Projekten beschäftigt. Damals hießen die Schlagworte „Big Data“ und „Maschinelles Lernen“. Technologisch hat sich seitdem viel getan, und doch fällt eine Ähnlichkeit auf: Die Gewinner der aktuellen KI-Welle orientieren sich aus meiner Sicht an denselben drei Punkten wie damals. Anwendungsfälle konsequent priorisieren In einer Welt, in der künstliche Intelligenz als Allheilmittel für jede Herausforderung gilt, ist eine konsequente Priorisierung entscheidend. Welche Tätigkeiten verursachen heute den meisten manuellen Aufwand und kosten damit am meisten Zeit und Geld? Warum ist das so? Und wie sähe eine minimale Produktidee aus, die bereits zu spürbaren Zeiteinsparungen führt? „Wenn du lediglich einen Hammer hast, sieht jedes Problem wie ein Nagel aus“, besagt ein bekanntes Sprichwort. Genau das ist die Gefahr: KI als Hammer einzusetzen, bevor die geschäftliche Relevanz und die Wirkung des Anwendungsfalls ernsthaft durchdacht wurden. Prozesse & Betrieb von Anfang an mitdenken Die Kosten der einfachen Programmierung sind nahezu auf null gesunken. Mit wenigen Prompts entsteht ein ansehnlicher Prototyp. Damit daraus echter Nutzen wird, müssen zwei Fragen zur Nachhaltigkeit und Prozessintegration früh beantwortet werden. Erstens: Wer wartet die Systeme später? Einen funktionierenden Prototyp zu bauen, ist eine Sache. Unzählige Insellösungen mit potenziell unverständlichem Code dauerhaft zu pflegen, ist zeit- und kostenintensiv. Zweitens: Wie fügt sich die KI in die bestehenden Prozesse ein? Die Dienstplanung mit KI ist dafür ein gutes Beispiel. Soll man den Vorschlägen der KI blind vertrauen? Wer ist die letzte (menschliche) Kontrollinstanz und wie stellt der Prozess sicher, dass die Verantwortung für den Dienstplan klar getragen wird? Die Grundlage für Wettbewerbsfähigkeit: DISPONIC Genau hier setzen wir an. Als Branchensoftwarehersteller schafft die Bite AG mit DISPONIC die Grundlage, um die Vorteile der künstlichen Intelligenz nachhaltig zu nutzen: eine saubere Datenbasis, durchdachte Prozesse und ein wartbares System. So kann KI nicht als „Zusatz“ gedacht werden, sondern als integrierter Teil der Prozesse. Über eine offene Schnittstelle lassen sich zusätzlich jene unternehmensspezifischen und hoch priorisierten Anwendungsfälle umsetzen, die jeder Sicherheitsdienst anders gewichtet. Sicherheitsdienste mit einem klaren Blick auf ihre Prozesse sind damit in der optimalen Lage, zu den Gewinnern des technologischen Wandels zu gehören. Für alle anderen ist es nicht zu spät. Der sinnvolle erste Schritt liegt fast immer bei den Grundlagen und erst danach bei der konkreten KI-Anwendung. Vorstand Finanzen & Geschäftsentwicklung der Bite AG www.bite.de Niels Reinhard SICHERHEITSTECHNIK

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